Mein "Scheunenfund" - 1991er 480 ES

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    • Mein "Scheunenfund" - 1991er 480 ES

      Hallo zusammen,

      ich bin neu hier, nachdem mir das Forum bei Facebook empfohlen wurde - klassische "Oldschool"-Foren gefallen mir auch viel besser als diese unübersichtlichen und hektischen Facebook-Gruppen, daher passt das ganz gut ;)

      Zu mir: Ich bin 34, komme eigentlich aus dem schönen Ruhrgebiet, lebe aber jetzt im rheinländischen Exil und Youngtimer/Oldtimer aus den späten 80ern und frühen 90er sind meine Welt. Eigentlich komme ich aus der Renault-Ecke und bin dementsprechend als Selberschrauber leidgeprüft und erprobt.

      Zu meinem 480 bin ich vergangene Woche praktisch wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. In einer lokalen Facebookgruppe bot jemand Dinge aus einer Haushaltsauflösung an - dabei war auch ein antikes Klavier, für das meine Frau sich interessierte. Vor Ort angekommen stand dann auch ein alter Volvo 480 in der Tiefgarage, der mich dann wiederum sehr interessierte Komplett zugestaubt, Reifen platt und Bremsen rostig.
      Ende der Geschichte: Wir haben das Haus dann ohne Klavier, aber mit einem Volvo 480 verlassen... Den konnte ich da einfach nicht stehen lassen. Den 480 fand ich schon immer faszinierend und ich kann mich gut dran erinnern, wie ich als Kind mal recht überwältigt vor einem schwarzen 480 Turbo stand und für mich feststand, dass ich später auf jeden Fall einen fahren werde. Schwarz und Klappscheinwerfer - also im Grunde genommen das gleiche Auto wie KITT. Damit hatte der Wagen damals bei mir gewonnen...

      Dieser 480 wurde zuletzt 2000 bewegt. Damals wurde die letzte HU gemacht, kurz danach verstarb der Besitzer. Der Sohn konnte sich nicht vom Wagen trennen, sodass er die letzten 20 Jahre in der Tiefgarage des Hauses stand. Dieser Sohn wiederum ist nun vor 4 Jahren ebenfalls verstorben. Dessen Sohn (also der Enkel des Erstbesitzers) interessierte sich weder für Haus noch für das Zeug in der ehemaligen Wohnung oder der Tiefgarage - Hauptsache, die Mieteinnahmen der anderen Wohneinheiten des Hauses, das ihm jetzt gehörte, liefen weiter.
      Nun aber wurde die Wohnung doch geräumt und alles darin entsorgt oder verkauft - inklusive des Klaviers und des Volvos :)
      Ich hab einfach mal ein Gebot da gelassen und den Zuschlag bekommen. Es gab den Wagen nicht geschenkt, aber er war günstig.

      Zu den Eckdaten:
      - Erste Hand
      - 64tkm
      - B18EP
      - Baujahr 1991

      So stand der Wagen in der Tiefgarage. Die Bilder sind nach einem ersten groben Waschdurchgang und nach einem ersten Aufpumpen der Reifen entstanden. Vom Ursprungszustand habe ich leider keine Bilder...

      (Ich habe die ganzen Bilder bei Abload hochgeladen. Ich hoffe, das ist hier im Forum in Ordnung. Sollte es das nicht sein, bitte kurz Bescheid geben, dann ändere ich das)

      Vor einer Woche habe ich den Wagen dann mit dem Trailer abgeholt und auf den halbherzig aufgepumpten Reifen quietschend in meine Einfahrt verfrachtet.


      Der Innenraum ist für das Alter in Ordnung, muss jedoch mal ganz dringend ausgesaugt werden. Außerdem riecht es darin, als wär der ehemalige Besitzer im Auto selbst verstorben... Da wird eine Ozonbehandlung fällig.


      Der Motorraum kommt mir natürlich als alter Renault-Hase sehr bekannt vor :) Den B18EP kenne ich als F3N aus dem R19 sehr gut. Daher schrecken mich die anstehenden Aufgaben auch nicht weiter ab.
      Die Dämmmatte unter der Haube hat ziemlich gelitten. Ob das am Alter oder evtl. doch an einem Marder liegt, wird sich noch zeigen.


      Vor der Abholung war die Bremse komplett fest. Etwas WD40 und ein paar Hammerschläge haben hier geholfen. Meine größte Sorge war, das der Motor nach 20 Jahren fest sitzt. Das konnte ich vor Ort leider nicht überprüfen, sodass das ganze eine absolute Überraschungstüte war... Aber: er saß nicht fest, juhu. Ich habe den Motor eine ganze Weile von Hand gedreht und anschließend eine Weile mit dem Anlasser durchgedreht. Der Motor dreht sauber durch, oben kommt Öl an und die Spritpumpe läuft - vorne kommt jedenfalls sowas Ähnliches wie Benzin an. Mit viel Fantasie kann man es so nennen...

      Die Bestandsaufnahme der vergangenen Tage hat ergeben, dass die Elektronik komplett funktioniert. Lediglich die Wischwasserpumpen waren festgerostet. Die für vorne ließ sich mit sanften Hammerschlägen zur Arbeit motivieren, die für hinten gab dabei völlig den Geist auf und drehte anschließend frei. Also schnell eine neue bei Skandix bestellt und getauscht - alles wunderbar :)

      Die LWR ist ebenfalls außer Funktion. Ein bekanntes Problem wie ich hier lesen durfte. Von Renault kenne ich das Problem mit den defekten hydraulischen LWR - dort reißen jedoch nicht die Schläuche ab sondern die Zylinder werden undicht. Mit etwas Frostschutzmittel kann man sie dann vor jeder HU kurzfristig instandsetzen. Das wird hier nicht funktionieren... Ich würde sie gern austragen lassen, das Schreiben von Volvo habe ich schon. Sollte das nicht klappen, werde ich sie wohl auf eine elektrische LWR umbauen.

      Mein langfristiger Plan ist, den Wagen bis nächstes Jahr wieder auf die Straße zu bringen und anschließend mit H zu fahren.
      Rost scheint bislang kein Thema zu sein, da der Wagen immer trocken in der Tiefgarage stand und laut Aussage der Verkäufer effektiv nur die ersten 6 Jahre wirklich regelmäßig gefahren wurde. Trotzdem werde ich eine anständige Hohlraumversieglung machen und den Unterboden mit Wachs schützen. Vorab werde ich auch nochmal die hier im Forum beschriebenen Schwachstellen durchgehen und hier über die Ergebnisse berichten.

      Als nächstes werde ich den Zahnriemen wechseln, das Öl wechseln und dann mit frischem Sprit und neuen Zündkerzen einen ersten Startversuch wagen. Ich bin gespannt, was mich dann noch erwartet und welche weiteren Baustellen sich hier auftun.
      Leider ist der Motor recht verölt, ich kann noch nicht genau einordnen woher. Ich hoffe, dass es lediglich die Ventildeckeldichtung ist und nicht eine Etage tiefer ölt... Wird sich zeigen.


      Ich habe einige technische Fragen. Ist es in Ordnung, diese hier zu stellen oder sollte ich dafür eigene Threads aufmachen?

      Den Thread hier werde ich laufend aktualisieren, sobald es vorwärts geht :)

      Viele Grüße,
      flowfish
    • Hallo und viel Freude mit dem kleinen Elch!

      flowfish schrieb:

      als Selberschrauber leidgeprüft und erprobt
      Na, da hast du dir genau das richtige Auto gesucht. :D Nein, Spaß beiseite: das liest sich sehr gut und schaut nach einer soliden Basis aus. Man sieht den Kunststoffteilen auf jeden Fall an, dass er nicht viel Sonne abbekommen hat. :) Und mit Tempomat, Klima & Kippdach, was zusammen ja nicht soo häufig vorkommt, ist er für einen 91er recht gut ausgestattet.

      flowfish schrieb:

      Leider ist der Motor recht verölt, ich kann noch nicht genau einordnen woher. Ich hoffe, dass es lediglich die Ventildeckeldichtung ist und nicht eine Etage tiefer ölt... Wird sich zeigen.
      Vorderseite vom Motor ist meist die Zylinderkopfdeckeldichtung; rechts, Rückseite und Ölwanne eher die Simmerringe bzw. der Dichtring von der Kappe über der Sekundärwelle Ölpumpenantrieb. Tausch der Simmerringe bietet sich beim Zahnriemenwechsel an.

      flowfish schrieb:

      (Ich habe die ganzen Bilder bei Abload hochgeladen. Ich hoffe, das ist hier im Forum in Ordnung. Sollte es das nicht sein, bitte kurz Bescheid geben, dann ändere ich das)
      Im Forum eingebunden werden die Bilder mit gesichert und langfristig erhalten, was bei den Bildhostern meist eher nicht der Fall ist und dann häufig den Kontext im Thread zerstört. Daher lieber im Forum, aber ist kein Muss.

      Gruß, Flori


      PS: der Aufkleber in der Frontscheibe erinnert eher an einen Leihwagen. ;)

      ❶ Zwangsbeatmung: ▁ ▂ ▃ ▄ ▅ ▆ ▇ ♡
      ❷ Theorie ist, wenn man alles weiß, und nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert und keiner weiß warum.
    • Jevo! schrieb:

      Hallo flowfish!

      Tolle Geschichte und tolles Auto- 1. Hand & 64 000 km klingt sehr vielversprechend!!!

      Willkommen und gute Fahrt!!!! :thumbsup:
      Dankeschön :)
      Ich werde nochmal tiefer wühlen, was Rost angeht, konnte aber bisher abgesehen von oberflächlichen Rostpickeln im Lack (Vermutlich lange eingebrannter Vogelkot) bislang nichts finden. Schweller und Unterboden sehen erstmal gut aus. Ich hoffe, da wartet keine weitere Überraschung.

      480 2.0|T schrieb:

      Vorderseite vom Motor ist meist die Zylinderkopfdeckeldichtung; rechts, Rückseite und Ölwanne eher die Simmerringe bzw. der Dichtring von der Kappe über der Sekundärwelle Ölpumpenantrieb. Tausch der Simmerringe bietet sich beim Zahnriemenwechsel an.
      Danke für die Tipps. Den Dichtring an der Zwischenwelle der Ölpumpe kenne ich von den F-Motoren von Renault - da ist es da eigentlich auch immer undicht. Hier ist es an der Stelle knochentrocken, war direkt das erste, was ich kontrolliert habe :D Am B18EP ist die Rückseite ja recht gut zugänglich und nicht so zugebaut wie beim Renault-Motor.

      Die Ventildeckeldichtung ist schon zusammen mit dem Zahnriemen und einem Satz Filter bestellt.
      Auf der Vorderseite ist von dort aus auf jeden Fall Öl heruntergelaufen, sodass unter den Kerzensteckern schon eine schöne harzige Kruste war. Allerdings findet sich auf der rechten Rückseite des Motors auch etwas Öl - das wird vermutlich wirklich an einem oder mehreren Wellendichtringen liegen. Schau ich mir an, wenn der Riemen runter ist und tausche sie ggf. direkt mit :)

      Kurze Frage noch zum Zahnriemenwechsel:
      Auf der rechten Seite befindet sich noch der Motorschwingungsdämpfer direkt vor dem Zahnriemengehäuse. Um etwas mehr Platz zu haben, hätte ich den gern aus dem Weg. bekommt man die vordere Schraube am Motor komplett raus, wenn der Motor noch eingebaut ist? Oder reicht es, die hintere zu lösen und den Dämpfer nach vorne zu kippen?
      Oder reicht der Platz zum Zahnriemenwechsel auch aus, wenn der Dämpfer drin bleibt?

      Bekommt man die Dämmmatte unter der Haube eigentlich noch? Ist es ein Problem, wenn sie fehlt?


      480 2.0|T schrieb:

      PS: der Aufkleber in der Frontscheibe erinnert eher an einen Leihwagen. ;)
      Ich glaube, dass der noch von der Auslieferung stammt und als Erinnerung für die Transporteure und Händler diente. Der Erstbesitzer war älteren Semesters und hat ihn vermutlich einfach nie abgemacht.

      Im Innenraum hängen unter den Sitzen und Plastikverkleidungen auch überall noch Folienfetzen heraus. Ist das üblich?
      Sieht so aus, als wären Sitze und verschiedene Plastikverkleidungen für den Transport in Folie gewesen, die dann beim Händler nur halbherzig entfernt wurde. Hat den älteren Herrn wohl auch nie gestört.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von flowfish ()

    • Danke :)

      Den Wagen werde ich definitiv in Ehren halten. Ich freue mich schon auf die erste Fahrt. Ich hoffe, der Motor läuft anständig und mich erwarten nicht noch irgendwelche bösen unerwarteten Überraschungen.

      In den letzten Tagen habe ich mich hier und da mal wieder dem 480 gewidmet.

      Zunächst mal habe ich mich hier im Forum etwas im Thread der typischen Roststellen eingelesen und mich ein bisschen auf die Suche begeben. Insbesondere die Berichte über die ominöse Stelle im Radkasten zum Kofferraum hin machte mir da natürlich Sorgen...

      Zunächst musste ich da aber die Schrauberambitionen hintenanstellen und zum Garten- und Landschaftsbauer werden :D Aus beiden Radkästen hinten habe ich zusammengenommen ungefähr einen 10L-Eimer voll mit Dreck und getrocknetem Schlamm geholt. Zum Teil war die Schicht 1cm dick und ließ sich nur noch mit einem Schraubendreher abkratzen. Keine Ahnung, wo der Vorbesitzer damit unterwegs war - vielleicht auf Baustellen...?!


      Nach einer gründlichen Reinigung sah das alles ganz gut aus.


      Was mich da doch sehr verwunderte, war der dick (scheinbar mit einem Pinsel?) aufgetragene Unterbodenschutz. So sieht das am 480 nicht serienmäßig aus, oder?
      Entweder wurde da mal händler- oder besitzerseitig frühzeitig zusätzlich was aufgetragen oder es sollte Rost verborgen werden. Unter so einer fetten Bitumenschicht sieht man eventuelle Rostherde ja leider nicht mehr...

      In jedem Fall werde ich noch einmal alles mit geeignetem Unterbodenwachs und Hohlraumwachs weiter konservieren.
      Hat jemand einen Tipp für einen empfehlenswerten Zugang zum Schweller? Sonst mache ich mir einfach einen... ;)


      Auch die Unterkante der Tür sieht sehr gut aus. Ansonsten konnte ich neben den erwähnten oberflächlichen Roststellen am weggeätzten Lack keinen wirklichen Rost entdecken.

      Ich behaupte mal ganz optimistisch: Rost wird nicht das Thema an diesem Auto sein, das ein wirkliches Problem wird.

      Das wird vermutlich eher der Ölverlust...


      An der Sekundärwelle der Ölpumpe ist alles staubtrocken, wie beschrieben. Dafür befindet sich an der Rückseite, vor allem unten in Richtung Ölwanne und oben am Flansch des Krümmers doch einiges an Öl. Ich kann noch nicht ganz zuordnen, wo das herkommt - die Simmerringe sehen alle noch gut und dicht aus... Unten wäre ja die Ölwannendichtung denkbar.
      Die Ventildeckeldichtung ist auf jeden Fall undicht, die wird gewechselt. Sieht aus, als wäre das dazu notwendige Demontieren der Ansaugbrücke doch ein ganz schöner Akt...?!
      Auch komisch: es macht ein bisschen den Eindruck, als wäre aus den Froststopfen Rostplörre ausgelaufen. Kann ja eigentlich nicht...?! Die Stopfen sind noch drin und intakt.


      Neuteilparade :)


      Der Endschalldämpfer sollte bei Gelegenheit wohl auch neu.


      Ebenso wie die Querlenker.


      Der kleine Keilrippenriemen zwischen Lichtmaschine und Klimakompressor muss neu. Den Gates 3PK0597 gibt es jedoch leider nicht mehr, ich habe den 3PK0600 bestellt - die 3mm mehr in der Länge lassen sich mit der Spannvorrichtung ausgleichen. Der saß ohnehin recht stramm.


      Der Zahnriemen ist schonmal neu. Ging trotz der beengten Verhältnisse recht gut.


      Die Gasfedern der Heckklappe habe ich auch erneuert, die waren platt. Die Teile von Skandix waren mir mit je 24€ zu teuer. Stabilius listet im Online-Teilefinder die 7739HU als passend - zwei Stück kosten ungefähr 30€ mit Versand.
      Jetzt bleibt die Heckklappe auch wieder oben :thumbup:

      Noch eine Frage:

      Die Zierleisten an der Seite lösen sich an den Ecken ab. Sind die ausschließlich geklebt oder auch geclipst? Im ersteren Fall könnte ich sie ja einfach ablösen und ganz weglassen.
      Einfach nur mit einem Tropfen Kleber neu ankleben wird wohl nicht funktionieren... Zudem die ja auch nicht mehr so toll aussehen.

      Ich warte jetzt nur noch auf den kleinen Keilriemen. Wenn der da ist kann alles wieder komplett zusammengebaut werden und ich bin zuversichtlich, dann am Wochenende schon den ersten Startversuch unternehmen zu können :)
    • Moin!
      Die Ablagerungen in den Radhäusern sind eigentlich normal. Zwischen Benzinleitungen und Co verfängt sich alles.
      Die "gepinselte Matsche" am Unterboden kenne ich auch nur so, scheint also ab Werk so zu sein.
      Zum Thema Schmutz/Anlagerungen:
      Hinten und auch Vorne hinter den Radhausschalen kann der Gärtner weiter machen ;)
      Besonders vorn in den Kotflügelenden geht es von oben durch (Laub der Scheibe) und bildet dort ein molligwarmes Nest.
      Nach 20Jahren Standzeit würde ich Simmerringe und "schaut dicht aus" mal einfach in Frage stellen.
      Hohlraumversiegelung habe ich hier (von Harald?!?) mal ein Lösung gesehen. Da ist ein Loch mit Stopfen unterhalb des Schlosses in der Türfalz der B-Säule gebohrt worden, von wo aus die Suppe dann eingeführt wurde.
      Zum Thema Seitenleisten: Ja, die sind nur geklebt, nicht geklipst. Selbst die breite Ausführung.
      Aber der WAgen hat darunter kein glattes Blech, sondern eine Vertierung. Ohne Leisten muss also nicht zwigend schön sein.
      Ab und an bekommt man bei eBay oder so mal noch NOS Gummileisten (zumindest Teilstücke; kein Satz).
      Das die so abstehen am Ende ist auch normal. Hatte meinen roten ES damals auf breite Streifen und lackierte Stoßfänger umgebaut. Die breiten Leisten sind massiver und bleiben an der Karosse.
      unterwegs im auftrag ewiger jugend und glückseligkeit
    • Karsten schrieb:

      Moin!
      Die Ablagerungen in den Radhäusern sind eigentlich normal. Zwischen Benzinleitungen und Co verfängt sich alles.
      Die "gepinselte Matsche" am Unterboden kenne ich auch nur so, scheint also ab Werk so zu sein.
      Zum Thema Schmutz/Anlagerungen:
      Hinten und auch Vorne hinter den Radhausschalen kann der Gärtner weiter machen ;)
      Besonders vorn in den Kotflügelenden geht es von oben durch (Laub der Scheibe) und bildet dort ein molligwarmes Nest.
      Danke für den Hinweis. Das beruhigt mich dann doch etwas. Sah auf den ersten Blick so hingepfuscht aus und großflächig hingeschmierter Unterbodenschutz lässt bei mir immer die Alarmglocken klingeln...

      Die Radhausschalen werde ich auf jeden Fall auch mal abnehmen. Die Stelle kenne ich z.B. auch vom R19 - da sammelt sich ohne Ende Dreck. Ich hab sogar schonmal einen R19 gesehen, bei dem ein zartes Pflänzchen zwischen Kotflügel und Tür wuchs... :D

      Karsten schrieb:

      Nach 20Jahren Standzeit würde ich Simmerringe und "schaut dicht aus" mal einfach in Frage stellen.
      Da gehe ich mit. Es war jetzt allerdings nicht direkt erkennbar, dass irgendwas undicht wäre.
      Das Problem ist, dass aber mittlerweile alles so großflächig verölt und versifft ist, dass die Quelle gar nicht mehr erkennbar ist. Ich bin jetzt erstmal dabei, alles gründlich sauber zu machen. Wenn der Motor dann mal eine Weile lief, ist hoffentlich erkennbar, wo es herkommt. Sollten es doch die Simmerringe sein, mache ich mich da eben nochmal an die Arbeit ;)


      Karsten schrieb:

      Zum Thema Seitenleisten: Ja, die sind nur geklebt, nicht geklipst. Selbst die breite Ausführung.

      Aber der WAgen hat darunter kein glattes Blech, sondern eine Vertierung. Ohne Leisten muss also nicht zwigend schön sein.
      Ab und an bekommt man bei eBay oder so mal noch NOS Gummileisten (zumindest Teilstücke; kein Satz).
      Das die so abstehen am Ende ist auch normal. Hatte meinen roten ES damals auf breite Streifen und lackierte Stoßfänger umgebaut. Die breiten Leisten sind massiver und bleiben an der Karosse.
      Auch danke für den Hinweis. Dann werde ich mal schauen, wie ich das löse... Das betrifft leider alle Leisten. Alle 6 Stück als NOS bei Ebay zusammenzusuchen wird wahrscheinlich eine unendliche Geschichte.
    • Gib mal "Leiste 480" bei Kleinanzeigen ein, da war mindestens noch eine. Frage den Verkäufer nach weiteren Leisten im Gesamtpaket. Ansonsten Google und normales Ebay probieren. In Holland gibt's auch diverse Möglichkeiten. Oder was von nem Schlachter nehmen. Könnte mir aber auch vorstellen, dass deine Leisten rettbar sind. Mit Heißluftföhn geht evtl was.
      Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.
    • flowfish schrieb:

      Der Motor dreht sauber durch, oben kommt Öl an und die Spritpumpe läuft - vorne kommt jedenfalls sowas Ähnliches wie Benzin an. Mit viel Fantasie kann man es so nennen...
      Tja, das muss ich revidieren... Die Spritpumpe läuft leider NICHT. Als ich den Motor per Anlasser und ohne Zündkerzen durchgedreht habe, war erkennbar, dass etwas eingespritzt wurde und man konnte es auch deutlich riechen. Aber vermutlich war das nur ein kleines bisschen Restdruck, der noch in der Einspritzrampe war.

      Fakt ist: Es kommt kein Sprit an, da die Pumpe nicht fördert. Ich hab sie schon ausgebaut und komplett zerlegt -da ist nichts zu machen. Weder mit Kriechöl noch mit Hammerschlägen lässt sie sich zur Arbeit überreden. Sie zuckt kurz und hängt dann fest.
      Daher suche ich momentan eine neue (gebrauchte) Pumpe: 480board.de/index.php/Thread/5657-S-Spritpumpe-458881/
      Vielleicht hat ja jemand eine übrig.

      Alternativ bietet Skandix ja die Umbausätze an. Wie kann ich rausfinden, ob ich einen 48- oder einen 60L-Tank habe (ohne zu tanken... ;) )?
      Sind die Sätze brauchbar? Ist der Aufwand groß? Man tauscht ja wohl leider nicht einfach nur die Fördereinheit. Gibt es eventuell andere Fördereinheiten, die passen?

      Mein erster Startversuch heute war dementsprechend erfolglos. Neben dem Zahnriemen sind jetzt die beiden Keilrippenriemen, das Öl, alle Filter und die Zündkerzen getauscht. Eigentlich soweit alles auf Go - schade, dass ich mich mit der Pumpe vertan habe. Wäre auch zu schön gewesen.
    • Karsten schrieb:

      du hast nen 60l Tank ;-).
      48l ist nur dem frühen Modell zuzuordnen.
      Der Benzinfilter ist i.O.?
      Relais für die Pumpe geprüft?
      Müsste eins der drei hinterm Handschuhfach sein (aber hier mal die SuFu nutzen). Bin mir das nicht mehr so sicher.
      Danke! 1991 ist kein frühes Modell?

      Die Stromversorgung habe ich nicht weiter geprüft. Direkt an 12V gehangen macht die Pumpe keinen Mucks, wie gesagt. Habe sie schon ausgebaut und komplett zerlegt.Sie zuckt kurz, dreht aber nicht. Die scheint einfach irgendwo festzuhängen. Nach 20 Jahren ja auch nicht weiter verwunderlich.

      Diese hier soll angeblich passen: daparto.de/Teilenummernsuche/E…oryId=561&kbaTypeId=18801
      Hat aber nur 36mm Durchmesser, beim Originalteil komme ich auf 42mm.
      Habe sie einfach mal bestellt, vielleicht bekommt man sie reingebastelt. Mal schauen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von flowfish ()

    • Der 60l-Tank wurde mit Beginn des '91 Modelljahres verbaut, also ab Chassinummer 563101 und den B18EP gab es ab Modelljahr 1990 (Ch.-Nr. 549001) bis Ende 1992 (Ch.-Nr. 580999). Je nachdem ob deiner einer '91 Modell oder ein '90er Modell mit '91er Erstzulassung ist, hat er den 48 oder 60l Tank.

      Das im Radhaus ...

      schaut für mein Empfinden nicht original, sondern zusätzlich überpinselt aus. Ebenso das 'wachsartige' am Unterboden (täuscht vielleicht durchs reinigen). Wobei ich es in dem Fall nicht negativ sehen würde - eher als 'da wurde rechtzeitig Vorsorge betrieben'. :)

      Gruß, Flori


      Ergänzung: der Teilenummer 3458881 vom Kraftstoffvorratsgeber nach handelt es sich um einen 60l Tank.
      #3432263 48l Tank
      #3458881 60l Tank bis Ch.-Nr. 577223
      #3464979 60l Tank ab Ch.-Nr. 577224
    • ja, die Stelle ist ja ein Ecke wo es gerne und ausführlich gammelt :)
      94er 480 GT 2.0L, 92er 480S 2.0L STAG300 Gas , 945 B230FK 2.3L.+Turbo+Vialle Flüssiggaseinspritzung : wenn der Engel mitschiebt, C 70(I) T5 Heico : wenn es Druck braucht....
      Sono Pazzi Questi Romani! Obelix, Wildschweinliebhaber und Hinkelsteinlieferant
      Lerne die Tochter von Vercingetorix kennen ! Der Neue Asterix !
    • Gute Nachrichten: Er läuft :)

      Die bestellte ESEN SKV Spritpumpe passt EIGENTLICH nicht. Viel zu kurz und viel zu schmal. Ich würde daher nicht empfehlen, sie zu bestellen. Ich habe sie mit viel Pfusch auf die russische Art montiert bekommen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen und euch Bilder unbedingt vorenthalten :whistling: Aber wie heißt es so schön: Was dumm aussieht aber funktioniert, ist nicht dumm.

      Jetzt ist sie aber drin und fördert munter vor sich hin :) Bis zum Start mussten aber noch ein paar Probleme umschifft werden:
      • Die Sicherung hinterm Handschuhfach war natürlich durch, kein Wunder bei einer festgegammelten Pumpe (das ist ja auch mal ne abenteuerliche Konstruktion mit den fliegenden Sicherungen da... :D )
      • Das Leerlaufregulierventil hing fest
      • Der Unterdruckschlauch zum Saugrohrdrucksensor hatte sich gelöst, ist vermutlich beim Wechsel der Wischwasserpumpe passiert, als ich den Behälter bewegt habe. Der Motor lief so zwar, wenn man genug Gas gegeben hat, aber viel zu fett und nicht besonders rund.


      Aber: jetzt läuft er. :smilie_trink_003:



      Eines der Lager der Nebenaggregate klingt ziemlich metallisch und ist recht laut. Ich tippe da mal auf die Wasserpumpe - mal abwarten.


      Während ich auf die Pumpe gewartet habe, war ich noch fleißig.


      Die Radläufe vorne sind mit Wachs konserviert. Den Hohlraum hinter der Plastikverkleidung habe ich auch gereinigt und mit Wachs versiegelt.


      Was ist das eigentlich?


      Bremsschläuche landen auch auf der Einkaufsliste. War nicht anders zu erwarten, sind vermutlich noch die ersten.


      Die Kante unter der Heckklappendichtung sieht noch gut aus.


      Ich habe die Heckstoßstange demontiert. Der Träger sieht wie zu erwarten mies aus, sollte aber zu retten sein. Von Außen geht es eigentlich, aber er gammelt offenbar kräftig von innen nach außen.
      Zwei Stehbolzen sind mir wie zu erwarten abgerissen. Die habe ich ausgebohrt, werden durch anständige Edelstahlschrauben ersetzt, die ich mit 2K-Kleber einsetzen werde.